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Nachdem die Musik Kurt Weills vor nunmehr 40 Jahren in mein Leben getreten war, hat sich einer seiner Songs als mein Liebling herauskristallisiert; "Youkali" ist immer wieder eine Herausforderung und eine gleichzeitige Offenbarung für mich.

youkali performances

Video/s:
Begegnung mit Kurt Weills Youkali - Interview Sommer 2021

"Youkali" Leipziger Buchmesse - Im Schuhmann Haus - 2022

Youkali-Video - 60 Sek. Ausschnitt (Die "Youkali" Performance fand im Rahmen des Programms "Übers Meer" statt und ging allen ans Herz und ließ alle mehr als angerührt zurück.)

 

"Youkali" auf der Let's play Weill CD
Mit meiner Liedauswahl kann ich alle Facetten als Sängerin ausleben, denn die frühen Lieder verlangen eine klassische Gesangstechnik bzw. stimmliche und musikalische Präzision. Die Brecht-Vertonungen erlauben mir, meine schauspielerischen Leidenschaften (Ambitionen) auszuleben. Die Chansons - so französisch - charmant - liebe ich ganz besonders.

YOUKALI (Nr. 13 auf der CD) hat in meinem Leben eine grosse Bedeutung (selbst der Kanzler weinte). Jeder, der es einmal (von mir) hörte, will es immer wieder hören. Der Traum von der Insel, die uns auffängt, auf der wir glücklich sind, begleitet uns wohl alle.mehr

Weills Bemühungen um ein Leben als Amerikaner schlagen sich in seinen herrlichen Broadway-Hits nieder, die in Tausenden von Varianten von Ella Fitzgerald bis Sting gesungen wurden und hier eben auch von mir.

Zwei Lieder aus dem Album „Unkown Kurt Weill“ („That´s him„ und „The little Tin God“ - Nr. 15&16 auf der CD) sind auch für mich eine Entdeckung.
Eine Besonderheit dieser CD ist: "DAS LIED VOM BLINDEN MÄDCHEN" (Nr. 5 auf der CD), denn es ist eine Erstaufnahme. Elmar Juchem fand das Lied erst kürzlich im Theaterarchiv Berlin und übergab es Dr. J. Schebera zur Veröffentlichung. Zur Geschichte: Der christliche Heiler (Joseph) Weissenberg behandelte in den 1920-ziger Jahren Heilsuchende u.a. mit Quark und war auch als Wahrsager tätig. Zu meinem Erstaunen habe ich erfahren, dass es die Johannis-Sekte immer noch am Rande Berlins (Trebbin) mit mehr als 3.000 Mitgliedern gibt. So gewinnt dieses Lied für mich an Aktualität und Witz. Auch wollte ich unbedingt die Vielfalt Weills Schaffen darstellen.

Sehr gefreut hat mich, dass auch diesmal der größte Weill Experte der Welt, Dr. J. Schebera (mit dem ich auch gemeinsam auftrete) den Begleittext im Booklet geschrieben hat. Ich danke allen, die an der Verwirklichung meiner Herzensangelegenheit mitgearbeitet haben. Meine Freundin und Fotografin Andrea Katheder, der wunderbare Grafiker Riccardo Koch, Thomas Schmidt, der voller Geduld und Kenntnis die Aufnahme machte und zuletzt mein Verleger Christoph Diekmann, den ich nach vielen Jahren wieder als zuverlässigen, kompetenten Berater an meiner Seite habe.

 

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Hörproben
Ein Ausschnitt von "Let's play Weill" und verschiedenes andere Songs

Kritik
Fonoforum - Mai 22 - Seite 229 - Giselher Schubert

 
Fonoforum 05/22
Der vollständige Text als PDF

Kritik
KLASSIK HEUTE - Feb. 22 - Ekkehard Pluta


Der vollständige Text im Netz oder im nächsten Absatz.

Die Lieder Kurt Weills, von seiner Frau Lotte Lenya auf Tonträgern exemplarisch festgehalten, haben Stars der Oper immer wieder gereizt und herausgefordert. Nur wenige sind dem Wesen seiner Musik so auf die Spur gekommen wie die Kölner Sopranistin Stefanie Wüst, die sich ein Sängerinnenleben lang mit diesem Komponisten auseinandergesetzt hat.

Das vorliegende Album zieht gewissermaßen die Summe aus dieser Beschäftigung und überzeugt schon mit der Musikauswahl, die viele kaum bekannte Titel enthält und die Schaffens-Perioden Weills deutlich strukturiert. Die ersten vier Stücke rücken die Dessauer Anfänge ins Licht, beginnend mit dem betont kindlichen Reiterlied des 14-jährigen Komponisten. Zum Schmunzeln sind der vertonte Werbetext der Seifen-Firma Algi und das Klops-Lied basierend auf einem Berliner Volksreim. Der Berliner Songstil ist in den für Bertolt Brecht (u. a.) geschriebenen Liedern dokumentiert.mehrDer dritte und der vierte Teil des Programms enthalten dann – den Lebensstationen Weills folgend – einige französische Chansons und Broadway-Hits. Quasi als Epilog folgt ein Lied in hebräischer Sprache.
Doppelgleisige Laufbahn
Stefanie Wüst hat eine klassische Gesangsausbildung absolviert und war als lyrischer Koloratursopran (vor allem als Königin der Nacht) auf der Bühne wie im Konzertsaal erfolgreich. Doch früh schon war sie von der Musik Kurt Weills fasziniert und erhielt Unterweisung durch Gisela May. 1989 gründete sie das Kurzweil-Ensemble, trat jahrelang (und tritt bis heute) regelmäßig beim Kurt Weill Festival in Dessau auf und brachte 1993 ihre erste CD „Kurt Weill – a Musical Portrait“ heraus. Fast 30 Jahre später folgt nun ein zweites diesem Komponisten gewidmetes Album, gleichsam als Ergänzung zu einer Konzert-Tournee. Interessanterweise ist Stefanie Wüst nach wie vor auch als Interpretin der Musik von Johann Sebastian Bach aktiv. Diese Doppelgleisigkeit kommt, wie ich meine, ihrer Interpretation von Weills Liedern sehr zugute. Die klassische Klarheit, die der Bach-Gesang erfordert, vermeidet die nostalgische Diseusen-Attitüde, die von vielen Sängerinnen in falsch verstandener Tradition kultiviert wird.
Nuancenreiche Interpretation
Stefanie Wüsts Vortragskunst ist diskret und voller Subtilitäten in der Textgestaltung wie in der musikalischen Ausformung, die sich erst beim mehrmaligen Hören ganz erschließen. Und die bekanntesten Titel wie Seeräuber-Jenny, Surabaya-Jonny oder Youkali hört man, auch wenn man große Vorgängerinnen wie Lotte Lenya oder Teresa Stratas im Ohr hat, gleichsam ganz unverbraucht. Den Albumtitel „Let’s play Weill“ begreift man ganz, wenn man dem Klavierspiel Christopher Arpins lauscht, der weit mehr ist als ein Begleiter und für den Komponisten in technischer als in stilistischer Hinsicht ein außergewöhnliches „Fingerspitzengefühl“ beweist.

Das schmale Booklet enthält zwar viele sehr schöne historische und aktuellere Fotos, aber leider keine Liedtexte. Auch ein Essay zu den Kompositionen hätte dem ansonsten rundum empfehlenswerten Album gut angestanden.

Ekkehard Pluta [15.02.2022]

CD Laufzeit
59 Minuten

CD Cover & Booklet

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Titelliste


1. Reiterlied
2. In meinem Garten stehn zwei Rosen
3. Algi Song
4. Klops-Lied
5. Lied vom blinden Mädchen
6. Seeräuberjenny
7. Arie der Lucy
8. Das Lied vom Surabaya-Johnny
9. Arie der Fennimore
10. Complainte de la Seine
11. Le train du ciel
12. Le grand Lustucru
13. Youkali
14. Come Up From The Fields
15. The Little Tin God
16. Thats Him
17. My Ship
18. September Song
19. This Time Next Year
20. Ba-A-N-Nucha

 

1. Reiterlied
2. In meinem Garten stehn zwei Rosen
3. Algi Song
4. Klops-Lied
5. Lied vom blinden Mädchen
6. Seeräuberjenny
7. Arie der Lucy
8. Das Lied vom Surabaya-Johnny
9. Arie der Fennimore
10. Complainte de la Seine
11. Le train du ciel
12. Le grand Lustucru
13. Youkali
14. Come Up From The Fields
15. The Little Tin God
16. Thats Him
17. My Ship
18. September Song
19. This Time Next Year
20. Ba-A-N-Nucha

 

Songtexte

1. Reiterlied
2. In meinem Garten stehn 2 Rosen
3. Algi Song
4. Klops Lied
5. Lied vom blinden Mädchen
6. Seeräuberjenny
7. Arie der Lucy
8. Das Lied vom Surabaya-Johnny
9. Arie der Fennimore
10. Complainte de la Seine
11. Le train du ciel
12. Le grand Lustucru
13. Youkali
14. Come Up From The Fields
15. The Little Tin God
16. Thats Him
17. My Ship
18. September Song
19. This Time Next Year
20. Ba-A-N-Nucha

 

Über mich

Ausgebildet an der Musikhochschule Köln + Meisterkurse bei Edith Mathis und Gisela May. Gründerin des KURZWEIL-Ensembles mit einem Repertoire aus den Werken Weills, Eislers & Dessaus. Heute bringt sie als singende Erzählerin in mehr als 30 Programmen Politisches, Emotionen, Geschichten und Malerisches zum Ausdruck.